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Die Dekade der Schande von Hertha BSC

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Die 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts

Die 80-er Jahre: Die peinlichste Dekade der Berliner sind die Achtziger Jahre des letzten Jahrtausends. Nachdem der Verein im Jahr 1979 noch erfolgreich im UEFA Cup spielt, erreicht der Niedergang im Mai 1980 seinen ersten Höhepunkt. Punktgleich mit Bayer 05 Uerdingen beenden die Charlottenburger die Bundesliga-Saison, müssen aber aufgrund der um zwei Tore schlechteren Tordifferenz mit der damals höchsten Punktzahl eines Absteigers (29) in die 2. Bundesliga absteigen.

Nach zwei Jahren gelingt der Wiederaufstieg: Allerdings schließen die Berliner die Saison 1982/83 in der Bundesliga mit dem letzten Tabellenplatz ab und werden wieder zweitklassig. Der Fahrstuhl Richtung Keller nimmt jetzt so richtig Fahrt auf.

Die 80-er Jahre des 20. Jahrhunderst waren die peinlichsten Dekade von Hertha BSC. Foto: Imago Images

Abstieg in die Amateuer-Oberliga

Nach drei Spielzeiten in der 2. Bundesliga folgt im Mai 1986 nach einem 0:2 bei Alemannia Aachen der Abstieg in die Amateur-Oberliga. Fortan bestreitet der Verein seine Heimspiele in der Regel im Poststadion vor nicht mehr als 2.000 Zuschauern. Highlight der Dekade des Schreckens: Das Spitzenspiel gegen Türkiyemspor Berlin 1987/88 lockt 12.000 Zuschauer ins Stadion.

Nummer Drei in der Stadt: Zwischenzeitlich drohen Tennis Borussia Berlin und Blau-Weiss 90 den Klub zur Nummer drei in der Stadt zu machen. In der Saison 1986/87 wird Hertha BSC Meister der Oberliga Berlin, scheitert aber in den Aufstiegsspielen. Ein Jahr später, am 19. Juni 1988, schaffen die Berliner die Rückkehr in die 2. Bundesliga und leiten pünktlich zur deutschen Einheit und mit viel Geld von Filmrechtehändler UFA Sports die neben den Siebziger Jahren erfolgreichste Zeit des Vereins nach dem 2. Weltkrieg ein.

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