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Helmut Kronsbein – Hertha-Trainer unter Mordverdacht

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Fifi Kronsbein ist zum ersten Mal von 1966 – 1974 Trainer bei Hertha BSC. Ziemlich erfolgreich. Hertha lotst Kronsbein von Hannover 96 an die Spree.

Helmut Kronsbein ist ein Star-Trainer seiner Zeit

Denn der Verein will unbedingt wieder in die Bundesliga zurückkehren, aus der er 1965 wegen Lizenzverstößen verbannt worden ist. Zunächst kann Kronsbein seine Mission nicht erfüllen. Doch in der Bundesliga-Aufstiegsrunde 1968 gelingt der Aufstieg gegen Rot-Weiss Essen, den SV Alsenborn, Göttingen 05 und FC Bayern Hof. In der ersten Saison 1968/69 hält Hertha die Klasse, in den beiden folgenden Spielzeiten wird man jeweils Dritter der Tabelle.

Helmut Kronsbein ist zunächst von 1966 – 1974 Trainer bei Hertha BSC. Foto: Imago Images

Hertha wird zum Spitzenteam in der Bundesliga

Im Messe-Pokal und im UEFA-Cup zeigt sich Hertha BSC in Spielen gegen europäische Spitzenteams wie Juventus Turin, Inter Mailand und dem AC Mailand in guter Form. Am 13. März 1974 kündigt Hertha BSC dem Erfolgstrainer. Dieser wechselt wieder zu Hannover 96 und kehrt in der Saison 1979/80 für 17 Spiele zu Hertha BSC zurück. Weniger erfolgreich.

Mordverdacht im Jahr 1983

Im Jahr 1983 gerät Kronsbein unter Mordverdacht. „Haben Sie ihre Frau ermordet?“ fragt die Illustrierte Quick qua Titelgeschichte Helmut Kronsbein. Fiffi Kronsbein, der einzige Hertha-Trainer mit über zweihundert Bankeinsätzen – und auch der einzige Mörder? Im Juli 1979 findet er seine Frau in der Badewanne, dazu einen Fön und einen kurzen Abschiedsbrief:

„Ich nehme mir das Leben. Ich möchte verbrannt werden – Gerda Kronsbein.“

Abschiedsbrief Gerda Kronsbein

Der Fall scheint eindeutig. Doch weil Kronsbein sich in Widersprüche verstrickt und die Ermittlungen der Polizei ergeben, dass die Ehe zerrüttet ist, steht Kronsbein plötzlich unter Mordverdacht. Aber kann ein an der linken Hand gelähmter, 65 Jahre alter Mann, eine Frau in der Badewanne umbringen. Möglich ist das schon. So denkt auch die Staatsanwaltschaft Hannover, die Kronsbein im März 1980 wegen Körperverletzung mit Todesfolge anklagt. Ein spätes Gutachten beweist die Unschuld von Kronsbein.

Kronsbein leidet bis zum Tod

Im Urteil heißt es: „Wir haben keinen Zweifel am Stromtod von Frau Kronsbein.“ Helmut Kronsbein stirbt am 27. März 1991 in Berlin. Die Verdächtigungen, seine Frau umgebracht zu haben, haben ihn bis zum Schluss belastet.

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