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Hertha BSC Amateure – Sie schaffen es 1992/93 ins Finale, die Profis nicht

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Die Saison 1992/93 ist geprägt vom Sturmlauf zweier Teams, die vor dem Start niemand im jeweiligen Wettbewerb auf der Rechnung hat.

Der BVB und die Hertha Amateure

International begeistert Borussia Dortmund mit Trainerfuchs Ottmar Hitzfeld die Fußballnation und zieht ins UEFA-Cup-Finale ein. Im DFB-Pokal sind es die Amateure von Hertha BSC (,,Ha-Ho-Höre – Hertha Amateure!“), die für Furore sorgen.

,,Anno 1992/93 waren es rund 20 Freunde, die den etablierten Profis zeigten, dass echte Kameradschaft noch immer Berge versetzen kann“, schreibt Ralf Grengel in seinem Buch “Das deutsche Wembley – 60 Jahre Vereinspokal” (1994).

Leipzig, Hannover und Nürnberg verlieren gegen die Bubis

In der 3. Hauptrunde lehren die in der drittklassigen Amateur-Oberliga Mitte spielenden Berliner dem Zweitligisten VfB Leipzig (4:2) das Fürchten und beschämen die Profis aus dem eigenen Verein. In den folgenden Runden stolpern Hannover 96 (4:3) und Altmeister 1. FC Nürnberg (2:1) im Berliner Poststadion.

Höhepunkt ist das Halbfinale gegen den Chemnitzer FC (2:1) im Olympiastadion. Im Finale gegen Bayer Leverkusen (0:1) stehen mit Christian Fiedler, Sven Kaiser, den Zwillingsbrüdern Andreas und Oliver Schmidt und Carsten Ramelow fünf spätere Bundesligaprofis in der Anfangself.

Vorbei mit dem Glück

Das ,,Bubi-Glück“ ist am 12. Juni allerdings aufgebraucht. Leverkusen gewinnt durch ein spätes Tor von Ulf Kirsten mit 1:0.

,,Wir hatten riesige Angst, zu versagen und als größte Deppen Europas dazustehen“,

Martin Kree

So erklärt Abwehrspieler Martin Kree später den schwachen Auftritt der Bayer-Elf im Finale.

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