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Hertha im Europacup – Erst hat man kein Glück, dann kommt auch noch Pech hinzu

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Wenn Berlin schon mal in Europa mitmischt, hat man meist kein Glück – und dann kommt (ab und an) auch noch Pech dazu. Wie am 23. November 1999 im Champions-League-Heimspiel gegen den FC Barcelona, als sich dichter Nebel über das Olympiastadion legt.

Das Nebelspiel gegen Barcelona:

Schiedsrichter Nikolaj Levnikov aus Russland lässt trotzdem anstoßen – und die meisten Zuschauer erahnen die Tore von Luis Enrique (12.) zum 0:1 und zum 1:1-Endstand, der Europacup-Sternstunde von Kai Michalke (33.), nur. Die Berliner Fans schwanken beim Sender tm3 zwischen Wut (,,Die Zuschauer wurden praktisch betrogen“) und Sarkasmus:

,,Die 2. Halbzeit war das Beste, was wir von Hertha jemals gesehen haben – nämlich nichts. Oder, wie man in Berlin auch sagt: Es ist besser, nichts zu sehen, als was Schlechtes zu sehen…

Hertha-Fans

Hertha ist ein West-Verein

Bei Hertha BSC gilt es als große Niederlage, dass es der Verein nach 1990 nur unzureichend geschafft hat, im Osten von Berlin populär zu werden.

Die Hertha hat Fans in West-Berlin und in Brandenburg, doch gilt sie bei vielen Fußballfans im Osten der Stadt als typischer West-Klub mit Spandau-Charlottenburger Spießer-Flair.

Die Neu-Berliner bleiben bei ihren Altvereinen

Für die Hinzugezogenen bietet der Verein vielfach auch keine rechte Fanalternative. Sie bringen lieber ihre Vorlieben aus der Heimat mit und konservieren sie während und solange sie in der Hauptstadt leben.

Jetzt will man Hertha mit dem Geld von Investor Lars Windhorst zum „Big City Club“ machen.

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